Amtlicher Beschuss

In der Bundesrepublik Deutschland müssen Schusswaffen, bevor sie in den Verkehr gebracht werden, amtlich beschossen werden. Wird ein Austausch, eine Veränderung oder eine Instandsetzung an den wesentlichen Teilen vorgenommen, ist dieser Beschuss zu wiederholen. Wesentliche Teile sind der Lauf, der Verschluss und das Patronenlager, sofern es nicht Teil des Laufes ist, wie es beispielsweise die Trommel beim Revolver ist. Der amtliche Beschuss wird in sechs Beschussämtern durchgeführt. diese sind Kiel, Hannover, Ulm, Berlin, München und Köln. Beschusszeichen siehe Tabelle.

Die Salzlecke

In Fachzeitschriften und Büchern wird sehr viel über die Salzlecke geschrieben, im Bezug auf Schadensverminderung, Auslegung mineralstoffhaltiger Salzlecksteine, Beifügung von Medikamenten, parasitären Erkrankungen entgegenzuwirken usw. Über die Richtigkeit dieser Aussage soll dieser Text Auskunft geben. 

Flinten

Flinten, auch als Schrotflinten bezeichnet, sind Gewehre mit glatten Läufen. Man unterscheidet Einzellader und Selbstlader. Mit ihnen kann man Schrote (Blei- oder Stahlschrot) aber auch flinteFlintenlaufgeschosse verschießen. Die wirksame Entfernung liegt je nach Laborierung und Ziel zwischen ca. 10 und 40 m. Durch die Streuung der Schrote, dass Auftreffen von vielen kleinen Geschossen, erleidet das Tier einen tödlichen Nervenschock. Allgemein werden Flinten für die Jagd auf Niederwild (Hase, Kanin, Flugwild etc.) eingesetzt, seltener für die Jagd mit Flintenlaufgeschossen auf Schwarzwild.

Krähenbejagung im Februar

Die Drückjagdsaison ist beendet und für die meisten Schalenwildarten heißt es nun „Hahn in Ruh“. Doch die Jagdzeit ist noch nicht vorbei. 

Der Februar lässt viel Zeit, um in aller Ruhe die Niederwildhege zu fördern. Neben einer konsequenten Raubwildbejagung mit Falle oder Waffe, die unbedingt bis zum Ende des Monats durchgeführt werden sollte, ist jetzt der richtige Moment für eine effektive Rabenkrähenbejagung (Jagdzeit Niedersachsen 1. August bis 20. Februar).

Ansprechen von Damwild

damwild1Für mich als gebürtigen Holsteiner ist die Jagd auf den brunftigen Schaufler meine persönliche Königsklasse. Das Licht und der Duft im Herbst berühren vermitteln eine ganz besondere Stimmung und hinterlassen bei jedem Jäger, der das Glück hatte schon einmal auf Damwild jagen zu dürfen, ganz besondere Erinnerungen.

Pirschwege / Pirschsteige

PirschsteigPirschwege zählen zu den jagdlichen Einrichtungen im Revier. Es sind schmale, unauffällige, gereinigte Pfade des Jägers im Wald. Er legt sie an, um lautlos auf ihnen laufen (pirschen) zu können. Seine Augen, die sonst beim Pirschen vor jedem Schritt erst den Boden abtasten müssen, sind jetzt frei, um nach Wild Ausschau zu halten.

Verhalten des Jägers bei Gewitter

gewitter

Ein Gewitter ist gefährlich nahe, wenn zwischen Blitz und Donner weniger als 10 Sekunden liegen. Es ist dann höchstens 3 km entfernt und der nächste Blitz kann schon in unmittelbarer Nähe einschlagen. Dabei treten kurzzeitige Spannungen von einigen Millionen Volt und Ströme bis zu 100000 Ampere auf. Nahezu alle Blitzunfälle ereignen sich außerhalb von Gebäuden.

Jagdsignale

Ältestes Kommunikationswerkzeug im Jagdbetrieb. Auch heute findet das Jagdhorn noch seine Verwendung im laufenden Jagdbetrieb, beispielsweise bei Treib- und Drückjagden. Zum Einsatz kommen in erster Line das Fürst-Pless und das Taschenhorn in B sowie das Perforcehorn in Es. Ferner der „Sauerländer Halbmond“. Lange bevor es Mobiltelefone gab wurden Treiben über die Kommunikation mit Hörnen geleitet. Auch heute finden sie noch Ihren Einsatz in Gebieten in denen die Netzbetreiber noch weiße Flecken auf der Karte haben.

Waidgerechtigkeit

Die Waidgerechtigkeit ist schon seit Jahrhunderten ein in der Jägerei fest verwurzelter Begriff. Sie beschreibt alle geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze der Jagd, die Beherrschung des jagdlichen Handwerks, der Sitten, Bräuche und Regeln sowie die die ethische Einstellung des Jägers zum Wild und der Natur.

Verdauungsapparat beim Wiederkäuer

Man unterscheidet bei den Wiederkäuern drei Haupt-Äsungstypen. Den Konzentratselektierer

(z.B. Rehwild), den Gras- und Raufutterfresser ( Stein- und Muffelwild) und den Intermediär- oder Zwischentyp (z.B. Gams- und Rotwild). Die Einteilung beruht auf anatomischen Merkmalen des Wiederkäuermagens.
Die nur geringe Eiweißmengen enthaltende pflanzliche Nahrung muss von den Wiederkäuern in großen Mengen aufgenommen werden und kann dabei nicht sofort genügend zerkaut und verdaut werden. Die oberflächlich gekaute Nahrung gelangt zunächst in den Pansen.